News

Der Verein «organja» versucht, an möglichst vielen Anlässen für die Organspende zu werben. Auf dieser Seite finden Sie die geplanten wie auch alle bereits durchgeführten Anlässe, die «organja» entweder selber organisiert hat oder bei denen der Verein mit einem Infostand zu Gast war. Ausserdem erfahren Sie hier laufend, was in der «Welt der Organspende» abläuft.

#teamorganja am Ironman Switzerland

von organja

Team Organja am Ironman Switzerland 2017

Am vergangenen Sonntag, 30. Juli, reiste eine Delegation des Vereins organja an den Ironman Switzerland in Zürich. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer aus dem Wallis sorgten dafür, dass die Athleten physisch wie mental mit Energie versorgt wurden.

Um 8 Uhr in der Frühe verliess der Zug mit den organja-Helfern den Bahnhof in Visp. Mit an Bord: 16 hochmotivierte und gutgelaunte Helferinnen und Helfer. In Bern stiessen weitere zwei hinzu, sodass das "Team organja" auf 18 Personen anwuchs. In Zürich angekommen, ging es weiter zur Zielzone des Ironmans. Dort befand sich in umittelbarer Nähe die Martin-Koller-Station, der langjährige Einsatzort des Team organja. Nach dem Aufstellen und Einrichten der Verpflegungsposten dauerte es nicht mehr lange, bis die Spitzenathleten einliefen. Übrigens: Ein Schweizer Sieger bei den Männern blieb uns heuer leider verwehrt – dafür gewann aber mit Céline Schärer bei den Damen eine Schweizerin.

Mit zunehmender Dauer des Rennens stieg auch die Anzahl Athleten, die von uns versorgt werden wollten. Neben dem Verteilen von Getränken und Energieriegeln kam den organja-Helfern eine weitere wichtige Aufgabe zu: Mit lauter Stimme und viel Humor wurden die Athleten angefeuert und motiviert, bis zum Ende durchzuhalten ("You - will be - an Ir-on-maaaaaan!").

Nach einem rund 8-stündigen Einsatz neigte sich der Arbeitstag des Team organja dem Ende zu. Mit vielen neuen Erfahrungen, knurrenden Mägen und schweifendem Walliser-Fähnchen trat die Delegation die Heimreise an. Der Vorstand von organja bedankt sich bei allen freiwilligen Helferinnen und Helfern für die tatkräftige Unterstützung! Danke, dass ihr den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht habt. Bis zum nächsten Jahr!

Rückblick zum Tag der Organspende 2016

von organja

Anlässlich des Schweizerischen Nationalen Tages der Organspende zeigte der Verein organja in Brig am vergangenen Freitag und Samstag den Film «Die fehlende Lunge». Umrahmt wurden die Anlässe von Informationsaktionen rund um die Organspende.

Die Aufführung vom Freitag war exklusiv den Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen des Kollegiums Spiritus Sanctus in Brig vorenthalten. Um diese auf das Thema der Organspende einzustimmen, wurden ihnen im Vorfeld des Films Informationsbroschüren, Flyer, Hefte und Give-Aways angeboten. Das Interesse war überwältigend, denn bereits an diesem ersten Tag verteilten die Helferinnen und Helfer von organja rund 500 Spendekarten.

 

 

Am Tag darauf, fand nachmittags eine Informationsaktion auf dem Stadtplatz in Brig statt. Viele Passantinnen und Passanten zeigten sich sehr interessiert und wissbegierig. Die grosse Mehrheit war noch wenig informiert über die Organspende. Dem Team von organja war es deshalb besonders wichtig, die Menschen direkt anzugehen und auf das Thema anzusprechen, statt einfach die Spendekarten zu verteilen. Mit weiteren rund 500 persönlich verteilten Spendekarten war auch diese Aktion ein voller Erfolg.

Der Höhepunkt des Abends stellte die öffentliche Aufführung des Films «Die fehlende Lunge» dar. Zum ersten Mal überhaupt, kamen die Walliserinnen und Walliser damit in den Genuss des Films. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Über 100 Menschen waren bei der Walliser Premiere dabei – ein überwältigender Erfolg! Unmittelbar im Anschluss an den Film bot sich den Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit, Fragen zum Film oder der Organspende zu stellen. In Anwesenheit der Filminitiantin Aline Langenegger sowie zwei weiteren Protagonisten des Films entstand eine rege Diskussion mit zahlreichen Fragen. Den Abschluss des Abends bildete das gemütliche Zusammensein bei einem Apéro.

 

 

Der Vorstand des Vereins organja blickt damit auf zwei tolle Tage in Brig zurück. Besonders in Erinnerung bleiben werden die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, das Interesse an der Organspende und die damit verbundenen spannenden Gespräche. Insgesamt konnten die Helferinnen und Helfer rund 1'500 Spendekarten verteilen. Damit gebührt ihnen ein riesengrosser Respekt, denn mit diesem unermüdlichen Einsatz schenken sie den Menschen auf der Warteliste für ein neues Organ viel Hoffnung. Ein herzliches Dankeschön allen Menschen, die dazu beigetragen haben, dass der Anlass zu einem Grosserfolg wurde: den Helferinnen und Helfern von organja und deren Familien, der Filminitiantin Aline Langenegger, der Protagonistin Tamara Wullschleger, dem Moderator Steven Anthamatten, der Schulleitung des Kollegiums Spiritus Sanctus um Gerhard Schmidt, dem technischen Leiter und Sicherheitsbeauftragten Markus Ackermann, der Stiftung Swisstransplant und nicht zuletzt allen Besucherinnen und Besuchern. Danke, dass Sie dabei waren!

 

 

Weitere Fotos finden Sie hier!

Tag der Organspende: Filmaufführung «Die fehlende Lunge»

von organja

Anlässlich des Nationalen Tages der Organspende vom 17. September 2016 organisiert der Verein «organja» im Kollegium von Brig eine Filmaufführung. Gezeigt wird der Film «Die fehlende Lunge» der jungen Bernerin Aline Langenegger.

Aline Langenegger stand mitten im Leben, als ihre Schwester Kerstin jäh aus dem Leben gerissen wurde. Vier Jahre ist es her, seit Kerstin der Krankheit Zystische Fibrose (kurz: CF; cystic fibrosis) erlegen ist. Sie wurde 20 Jahre alt. Verstorben auf der Warteliste für ein Spenderorgan – ein trauriges Schicksal, das jährlich über 60 Menschen widerfährt.

Der Tod von Kerstin kam überraschend. Weshalb muss ein Mensch in diesem Alter sterben? Warum konnte kein Spenderorgan gefunden werden? Diese Fragen quälten Aline viele Jahre. Im Frühjahr 2015 fasste sie ihren Mut und entschied sich, das Filmprojekt, das bereits lange Zeit in ihrem Kopf herumgeisterte, endlich in Angriff zu nehmen. Es kostete sie viel Überwindung. «Nehme ich mich zu wichtig?», fragte sie sich oft. Denn eines war klar: Es würde ein sehr emotionaler Film werden, in welchem viel von Kerstin und ihrer Familie preisgegeben wird...

 

Flyer

 

Sie entschied sich, das Projekt in Angriff zu nehmen und machte sich auf die Suche nach anderen jungen Menschen, die dasselbe Schicksal erfahren haben. Fündig wurde sie in Bern, Basel und im Wallis. Seither ist ein gutes Jahr vergangen. Die 80'000 Franken teure Produktion wurde zu einem Grossteil mittels Crowdfunding finanziert. Entstanden ist ein Film, der auf eindrückliche Art und Weise zeigt, was es bedeutet, ein Geschwister zu verlieren, weil kein Spenderorgan gefunden werden konnte. Neben der Erbkrankheit Zystische Fibrose beleuchtet der Film auch intensiv die Thematik der Organspende. Dabei kommen sowohl ausgewiesenen Experten wie Franz Immer (CEO Swisstransplant) oder Carlo Mordasini wie auch Kritikerinnen der Organspende zu Worte.

Das ausgewogene Verhältnis von emotionalen, mitreissenden Geschichten und klaren Fakten und Ansichten machen diesen Film so besonders. Es darf neidlos anerkennt werden, dass Aline Langenegger mit diesem Film etwas gelungen ist, was viele Dokumentarfilme zu dieser Thematik zuvor nicht geschafft haben. Der Kinobesucher erhält eindrückliche Einsichten in das Leben junger Menschen, die auf tragische Art und Weise ein Geschwister verloren haben. Der Film ist in keiner Weise moralisierend und verpasst es nicht, auch kritische Stimmen zu Worte kommen zu lassen. Die professionell und sorgfältig gestaltete Produktion ermöglicht dem Kinobesucher ein unvergessliches Erlebnis.

 

Die Kurzdaten zum Film:

Titel:              

«Die fehlende Lunge»

Jahr:

2016

Genre:

Dokumentation

Drehbuch:

Aline Langenegger

Sprache:

Schweizer Dialekt (ohne Untertitel)

Dauer:

57 Minuten

 

Der Trailer zum Film:

 

In memoriam: Brigitte Schnyder

von organja

Am Montag, den 8. August 2016, ist unser geschätztes Vereinsmitglied Brigitte Schnyder nach lang andauernder Krankheit verstorben.

Die Aufbahrung wird am Mittwoch, 10. August, in der Aufbahrungskapelle in Bratsch stattfinden (ab 17.00 Uhr). Der Trauergottesdienst, zu dem alle herzlich eingeladen sind, findet am Donnerstag, 11. August, um 10.00 Uhr in der Kirche von Erschmatt statt.

Wir danken Brigitte von ganzem Herzen für ihre Dienste für organja und die Organspende. Ihres Zeichen selbst transplantiert, wusste sie bestens, was die Menschen auf der Warteliste durchmachen. Ihren Angehörigen sprechen wir unser tiefstes Beileid aus und wünschen ihnen viel Kraft!

Danke für deine Dienste, Brigitte!

Hattrick - Organja zum dritten Mal am Ironman Zürich

von organja

Hattrick! Zum bereits dritten Mal reiste eine Delegation des Vereins organja an den Ironman Switzerland in Zürich. Als Volunteers versorgten sie die rund 1600 Athletinnen und Athleten mit Getränken, Früchten, Energieriegeln und sogar nassen Schwämmen.

Die Helferinnen und Helfer von organja gehören beim Ironman Zürich mittlerweile zum Inventar. Die Handgriffe sitzen und jede und jeder weiss, wie es abläuft. Stets mit viel Spass und guter Laune am Werk, wird die Oberwalliser Delegation wohl auch so mancher Athletin und manchem Athleten aufgefallen sein. Aus den Aprikosen wurden kurzerhand "Walliser Aprikosä", aus den Orangenschnitzen "orange from Switzerland" und aus Wasser "än Schnaps".

Das Rennen, für unsere Volunteers beinahe Nebensache, wurde zum neunten Mal von Ronnie Schildknecht gewonnen. Bei den Frauen gab es ebenfalls einen Schweizer Sieg: Daniela Ryf stieg zum zweiten Mal innert Wochenfrist ganz zuoberst auf das Treppchen.

Ein grosses Dankeschön an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer!

Grosszügige Spende der JuBla Turtmann

von organja

Der Verein organja bedankt sich ganz herzlich bei der JuBla Turtmann (Jungwacht und Blauring) für die grosszügige Spende von CHF 250.-! Die JuBla Turtmann engagiert sich ganzjährlich in diversen Projekten. Ein Teil des Ertrags wird dabei an eine gemeinnützige Organisation gespendet. Organja freut sich sehr, in diesem Jahr in den Genuss der grosszügigen Spende gekommen zu sein. Wir wünschen der JuBla alles Gute und viele weitere erfolgreiche Projekte!

 

Alle weiteren Information zur JuBla Turtmann finden Sie hier: www.jublaturtmann.ch

Solidaritätsaktion «Goals for hope»

von organja

Goals for Hope

Der UHC Green Vipers ist ein Unihockeyverein aus dem Kanton Wallis. Im Herzen des Oberwallis' liegend, setzen sich die Vereinsmitglieder für die Organspende ein. Der Verein organja unterhält bereits seit rund drei Jahren eine enge Zusammenarbeit mit den Green Vipers. Nun hat der Unihockeyverein ein neues Projekt lanciert, das organja finanziell unterstützen soll.

«Goals for hope» ist eine Solidaritätsaktion zugunsten des Vereins organja, der sich für die Organspende einsetzt. Jährlich sterben in der Schweiz immer noch über 60 Menschen (2014), weil für sie kein passendes Organ gefunden werden konnte. Ein wichtiger Punkt in den Bemühungen um mehr OrganspenderInnen ist es, die Bevölkerung korrekt und umfassend über die Organspende aufzuklären. Im Oberwallis übernimmt der Verein organja diese Aufgabe. In unregelmässigen Abständen werden Informationsveranstaltungen durchgeführt, welche den Besucherinnen und Besuchern freien Zugang zu allen zugänglichen Informationen ermöglichen. Um solche Aktionen finanzieren zu können, ist der gemeinnützige Verein organja ständig auf Spendensuche. Der UHC Green Vipers hat deshalb die Solidaritätsaktion «Goals for hope» ins Leben gerufen.

Die Solidaritätsaktion sieht vor, dass der UHC Green Vipers für jedes in der Saison 2015/16 in der OUM erzielte eigene Tor einen Franken an organja überweist. Abgerechnet wird am Ende der Saison. Das Geld fliesst zu 100% an den Verein organja, welcher sich verpflichtet, dieses nur zweckgebunden einzusetzen. Der Zweck des Spendengeldes sind die Organisation und Durchführung von Informationsanlässen im Oberwallis.

Wenn auch Sie Mitglied eines Sportvereins ist, der sich dieser sympathischen Aktion anschliessen möchte, dann zögern Sie nicht, uns (info@organja.ch) oder den UHC Green Vipers (info@uhc-greenvipers.ch) zu kontaktieren. Es spielt dabei keine Rolle, in welcher Meisterschaft, in welchen Verband oder auf welchem Niveau Sie tätig sind. Nicht einmal die Sportart zählt eine Rolle. Schliessen Sie sich der Solidaritätsaktion «Goals for hope» an und spenden Sie pro erzieltes Tor Ihrer Mannschaft einen Franken an organja. Danke!

Mehr Informationen zum Projekt und dem UHC Green Vipers finden Sie unter:  www.uhc-greenvipers.ch

Direkt zum Projekt: www.uhc-greenvipers.ch/sozial/goals-for-hope

Preissponsoren Tag der Organspender 2015

von organja

Ein grosses Dankeschön allen Unternehmen und Privatpersonen, die uns anlässlich des Nationalen Tages der Organspende mit Preisspenden unterstützt haben!

 

 

 

Kooperation organja und Swisstransplant

von organja

Anlässlich des Tages der Organspende vom 19. September 2015 organisiert der Verein organja in Zusammenarbeit mit Swisstransplant, der Nationalen Stiftung für Organspende und Transplantation, einen Informationsanlass.

Das Ziel der Veranstaltung ist es, die Bevölkerung über die Organspende zu informieren. Swisstransplant und organja bemühen sich, jeder Mitbürgerin und jedem Mitbürger freien Zugang zu allen Informationen zu ermöglichen, damit diese sich eine eigene Meinung zur Organspende bilden können. Jährlich versterben in der Schweiz rund 60 Menschen, weil für sie kein Organ gefunden werden konnte.

Auf dem Sebastiansplatz in Brig wartet auf die Besucher eine ganz besondere Attraktion: der RoboKeeper! Eine Mischung aus modernster Technik, umfangreicher Mechanik und viel Fussballaffinität. Wer dem RoboKeeper bereits begegnet ist, weiss, dass dies keine leeren Phrasen sind. Einmal zur Höchstform aufgelaufen, ist er kaum bezwingbar. Doch der RoboKeeper hat eine einzige Schwäche. Findest du sie heraus? Traust du dich ins Duell gegen einen schier übermächtigen Gegner? Beweis dein Können und bezwinge den RoboKeeper!

 

Weitere Infos folgen. Am Ball bleiben und keine Neuigkeiten verpassen: www.facebook.com/organspende.ja !

Neue Kampagne von Swisstransplant

von organja

Pressemitteilung von Swisstransplant, 19.08.2015

Basierend auf den Resultaten einer repräsentativen Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut DemoSCOPE lanciert Swisstransplant Mitte September in den Schweizer Spitälern und um diese herum eine gezielte Kampagne zur Sensibilisierung und Information von Fachpersonen und der Bevölkerung. Im Zentrum steht folgende Botschaft: «Entscheiden Sie sich bezüglich Organspende, teilen Sie Ihren Entscheid Ihren Angehörigen mit und entlasten Sie so diese und das Spitalpersonal im Notfall.»

Swisstransplant hat durch das Meinungsforschungsinstitut DemoSCOPE eine Befragung zum Thema Organspende durchführen lassen. Das Resultat: Die Mehrheit der Befragten (55%) gab bei der Frage nach der Spontanassoziation zur Organspende die Antworten «Leben retten», «gute Sache» und «helfen». 81% sind grundsätzlich bereit, nach ihrem Tod Organe zu spenden. Ihren Spendewillen geäussert, also in irgendeiner Form festgehalten oder ihren Angehörigen mitgeteilt, haben allerdings nur 58% der Befragten. Wir haben also eine sehr hohe Akzeptanz der Organspende und eine hohe Spendebereitschaft. Noch zu wenig klar ist aber, dass dieser Wille auch in irgendeiner Form festgehalten und den Angehörigen mitgeteilt werden muss. Ist dies nicht geschehen, ist die stellvertretende Entscheidung im Sinne des Verstorbenen sehr belastend und beschäftigt neben den Angehörigen auch das Fachpersonal. Auf dieses Informationsbedürfnis der Bevölkerung reagiert die neue Kampagne von Swisstransplant.

«Entscheiden, reden, entlasten – Organspende rettet Leben.»

Die Plakate in den Spitälern und in deren näherer Umgebung zeigen jeweils eine Person, die voller Lebensfreude ist. Darüber prangen Headlines wie: «Ich bin seit 1999 tot». Der Auflösungstext unter dieser Headline löst die Dissonanz zwischen Gesagtem und Gezeigtem auf: «Eigentlich. Da war aber jemand, der mir sein Herz gespendet hat.» Die Jahreszahl entspricht dem Jahr, in welchem die oder der Porträtierte ein neues Organ erhalten hat, also selbst transplantiert wurde. Mit der Byline «Ohne Organspende wäre xy 1999 gestorben.» wird die Botschaft verankert. Der Fliesstext unter dem Bild fordert den Betrachter zum Handeln auf: «Fällen Sie zu Lebzeiten Ihre Entscheidung zur Organspende, teilen Sie diese Ihren Angehörigen mit und entlasten Sie so diese und das Spitalpersonal. Danke.» Darunter in Handschrift der Claim: «Entscheiden, reden, entlasten – Organspende rettet Leben.»

Flankierendes Material zur Kampagne

Der Kern der flankierenden Massnahmen ist eine Informationsbroschüre. Diese greift die drei Stichworte «entscheiden», «reden» und «entlasten» wieder auf und vertieft sie mit Informationen: Welche Argumente sprechen für die Organspende? Weshalb ist es wichtig, über Organspende zu reden? Was passiert, wenn der Spendenwille eines Hirntoten nicht bekannt ist? Diese Broschüre können Spitäler und Arztpraxen bei Swisstransplant bestellen, zusammen mit einem Dispenser für die Faltbroschüren sowie Postern mit den verschiedenen Sujets der Kampagne. Die Broschüre dient zur Information der medizinischen Fachkräfte sowie der Patienten. Artikel in den Fachmedien machen die Kampagne bekannt und laden ein, das Informationsmaterial zu bestellen. Zusätzlich wird Swisstransplant Aktionen an Fachkongressen und in den Spitälern durchführen, um zu sensibilisieren und zu informieren.

 

Informationen zur nationalen Kampagne und allgemein zum Thema Organspende:
PD Dr. Franz Immer, Direktor Swisstransplant, 058 123 80 00

 

Ironman 2015 - Der Rückblick

von organja

Man nehme 34 Grad Sonnenschein, 31 topmotivierte Helferinnen und Helfer sowie 1 hochklassiges Rennen. Was auf den ersten Blick nach einem Betty-Bossy-Rezept klingt, ist in Tat und Wahrheit die Mixtur für einen der grössten Sportanlässe der Schweiz: Der Ironman Zürich!

Rund 2'400 Athletinnen und Athleten nahmen in diesem Jahr die Monsteraufgabe Ironman in Angriff: 3.8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42.2km Laufen. Dabei waren die Schweizer äusserst erfolgreich. Ronnie Schildknecht gewann in starken 8:20h vor Jan van Berkel. Um diesen Spitzenathleten solche Leistungen zu ermöglichen, braucht es zahlreiche Organisatoren und freiwillige Helfer. Der Verein organja war in diesem Jahr mit 31 Personen vertreten und sorgte dafür, dass die Martin Koller Station in unmittelbarer Zielnähe zum Hexenkessel wurde. Ob Isostar, Wasser, Cola, Energie-Gels, Walliser Aprikosen, Bananen, Salz oder einfach nur eine kalte Dusche - den Athleten wurde alles geboten. Um allen Interessierten einen Einblick in die spannende Volunteer-Arbeit zu ermöglichen, haben wir unsere Erlebnisse in einem Kurzfilm zusammengefasst. Viel Spass!

 

PS: Der Ironman 2016 findet am 24. Juli statt. Wer dabei sein und dabei noch etwas Gutes tun möchte, darf sich gerne bei uns anmelden (info@organja.ch). First come, first served!

 

«Ich bin noch da»

von organja

Der folgende Artikel ist ein Gastbeitrag. Die Autorin des Artikels heisst Inka Nisinbaum und ist 1979 in Oldenburg geboren. Von Beruf ist sie Diplom-Psychologin. In ihrem Buch «Ich bin noch da» erzählt sie ihre Krankengeschichte. Inka Nisinbaum leidet an der Stoffwechselkrankheit Cystische Fibrose (CF, auch Mukoviszidose). Seit bald 13 Jahren ist sie lungen- und lebertransplantiert.

 

Jeder der dies liest kann sich nun wahrscheinlich denken, dass der Weg dahin nicht ganz so einfach war, wie es sich hier liest. Und nein, das war er nicht. Aber ich möchte hier nun gar nicht auf Einzelheiten eingehen, denn das habe ich bereits in meiner Autobiographie getan, die vor gut zwei Wochen erschienen ist. Auf 254 Seiten kann jeder, der Interesse hat, lesen, was zwischen dem Moment, an dem ich gelistet wurde bis zu dem Moment im Dezember 2013, als ich meinen gesunden Sohn zur Welt gebracht habe, passiert ist.

Natürlich ist es ein Buch der Hoffnung. Wer hätte bei meiner Geburt und Diagnose Mukoviszidose schon gedacht, dass ich es so weit schaffen würde? Vier Jahre Lebenszeit hatte man meinen Eltern bei meiner Geburt prognostiziert. Und: Ich bin noch da.

Doch für mich ist es vor allem ein Buch das zeigt, dass vieles möglich ist, wenn man nur an sich glaubt. Ich habe in meinem Leben viele Schranken präsentiert bekommen aber mich davon nie einschränken lassen. Und das ist eine Erfahrung, die ich gerne teilen möchte!

Das Buch ist direkt beim Verlag, in der Buchhandlung oder online auf Amazon erhältlich.

ISBN: 978-3-942796-12-5
254 Seiten
Preis: 15.50 Euro
www.brendle-verlag.de

 

Motion "Mehr Organe für Transplantationen" abgelehnt

von organja

Seit vergangenem Dienstag, 9. Juni, ist es amtlich: Die Schweiz will beim Thema Organspende und Transplantation keine neuen Wege gehen. Mit 25 zu 12 Stimmen wurde die Motion „Mehr Organe für Transplantationen“ von Nationalrätin Viola Amherd abgelehnt. Das Protokoll zur Abstimmung und ein Blick in die Zukunft.

Die Motion von Viola Amherd sah vor, auf der Versichertenkarte den Willen des Versicherten bezüglich der Organspende zu speichern. Dabei waren drei mögliche Antworten vorgesehen: die Zustimmung, die Ablehnung oder der Vermerk, dass man noch keine Entscheidung getroffen hätte. Der Bundesrat lehnte die Motion von Beginn weg ab, allen voran der Vorsteher des EDI, Alain Berset. Trotzdem wurde die Motion am 10. September vergangenen Jahres vom Nationalrat angenommen.

Dass die Motion im Ständerat nun abgelehnt wurde, ist nicht zuletzt für Viola Amherd eine riesige Enttäuschung. „Das ist eine Enttäuschung, zumal die dagegen angeführten Argumente in keinem Verhältnis zur Situation der betroffenen Menschen, die auf der Warteliste sind, stehen“, wird sie zitiert. Zurzeit sind dies knapp 1300 Menschen, Tendenz weiterhin steigend. Viola Amherd liess nichts unversucht, diesem Missstand entgegenzuwirken und sich für mehr Organe für Transplantationen einzusetzen. So war sie 2014 am Tag der Organspende mit von der Partie, als der Verein organja zum Spielspektakel „Schlag den Promi“ einlud. Amherd stützte ihre Argumentation damals auf eine repräsentative Umfrage, gemäss welcher 80% der Befragten der Organspende positiv gegenüberstehen würden, aber gerade einmal acht Prozent überhaupt eine Spendekarte ausgefüllt hätten! Das Ziel war es, mithilfe der Motion das Bewusstsein für die Organspende zu erhöhen.


Das Protokoll

Doch weshalb wurde die Motion nun vom Ständerat abgelehnt? Im Wortprotokoll zur Abstimmung sucht man vergebens nach Gründen. Zitiert werden gerade einmal vier Personen: Egerszegi-Obrist, Fetz, Diener und Berset.

Egerszegi: „Diese Motion Amherd weist den falschen Weg. (…) Es kann ja nicht sein, dass man seine Meinung zu dieser recht heiklen Frage, ob man ein Organ spenden will oder nicht, einfach so äussern und speichern muss.“

Fetz: „Ich denke, das darf man den Leuten zumuten, dass sie zwangsläufig mit der Frage "Spenden - ja oder nein?“ konfrontiert werden. Die Antwort muss freiwillig sein, aber die Frage muss gestellt werden. Darin sehe ich überhaupt kein Problem, im Gegenteil: Ich bin überzeugt, viele Leute wären sehr froh, wenn sie einmal vor diese Frage gestellt würden.“

Diener: „Wenn wir hier in die Freiheitsrechte des Individuums eingreifen, frage ich mich, weshalb dann nicht gleichzeitig auch noch die Forderung kommt, dass man ein Testament machen muss. (…) Ich glaube, in einem freiheitlichen Staat soll das Individuum die Freiheit der Wahl haben, um welche Themen es sich ganz persönlich kümmern will und um welche nicht.“

Fetz: „Es ist doch masslos übertrieben, von einem Obligatorium zu sprechen, nur weil man die Leute offen fragt: "Spenden - ja oder nein?" Das ist kein Obligatorium. Die Antwort ist absolut freiwillig; ob ich ja oder nein sage, ist mein absolut persönlicher Entscheid. Aber schon nur die Frage nicht zu stellen ist, so finde ich persönlich, sehr übertrieben. Ich bin auch überzeugt, dass grosse Teile der Bevölkerung eigentlich erleichtert wären, wenn man ihnen ganz unkompliziert einmal im Jahr diese Frage stellen würde. Dann können sie einmal ein Kreuz machen - das sind sie sich vom Abstimmen her gewöhnt -, und wenn sie merken, dass sie zu einer anderen Meinung kommen, dann können sie das jährlich auch wieder ändern.“


Und jetzt?

Damit ist die Diskussion beendet. Das Resultat der Abstimmung ist bekannt. Was bleibt sind grosse Fragezeichen. Weshalb wurde die Motion nun genau abgelehnt? Weil man es den Menschen nicht zumuten kann, die Frage „Möchten Sie Ihre Organe spenden oder nicht?“ zu stellen? Die Aussagen von Egerszegi sind ein Schlag ins Gesicht eines jeden Menschen auf der Warteliste. Es ist nicht davon auszugehen, dass mit der Annahme dieser Motion der Organmangel behoben gewesen wäre. Trotzdem wäre sie wichtig gewesen, um die Bevölkerung anzustossen, sich über dieses Thema Gedanken zu machen. Es darf nicht sein, dass die Organspende ein Tabu-Thema ist über das nicht gesprochen werden darf. Ausserdem scheinen die Frauen Egerszegi und Diener nicht verstanden zu haben, dass die Motion sogar eine dritte Möglichkeit („Ich habe mich noch nicht entschieden.“) vorgesehen gehabt hätte. Damit wäre niemand seiner oder ihrer Freiheit beraubt und zum Nachdenken gezwungen worden.


Düstere Aussichten

Das Problem des Organmangels verbleibt damit weiterhin ungelöst. Es scheint zurzeit, als wäre die Politik nicht gewillt, dieses anzugehen. Es gehe nun, so der Bundesrat, weiter wie bis anhin. Das bedeutet: letzte Hoffnung Aktionsplan. Es wird Zeit, dass dieser nun endlich Früchte trägt…

organja am Ironman Schweiz - Volunteers gesucht!

von organja

Der Verein organja wird auch in diesem Jahr beim Ironman Zürich mit von der Partie sein! Nach dem letztjährigen überragenden Feedback der Veranstalter, haben wir erneut eine Einladung erhalten. Der Ironman Zürich, das sind über 6000 Athleten, rund 3000 Helfer, 14 Mio. CHF Wertschöpfung und mehr als 150’000 Zuschauer aus der ganzen Welt!

Datum: Sonntag, 19. Juli 2015
Zeit: ca. 9.00 Uhr - 21.00 Uhr
Einsatzort: Zürich, Stadt (Verpflegungsposten)

Was erwartet Sie?
Ein einmaliges Erlebnis, Top-Athleten, viele Goodies (Shirt, Cap, Rabatte, usw.), gratis Verpflegung und eine tolle Stimmung! Die Arbeit ist körperlich nicht anstregend. Unsere Hauptaufgaben werden es sein, die Athleten direkt an der Laufstrecke mit Getränken und Energieriegeln zu versorgen, den Nachschub sicherzustellen (es müssen keine Kisten geschleppt werden, es ist alles vor Ort vorhanden) und Stimmung zu machen. Der Einsatz vor Ort dauert rund 8 Stunden (genügend Pausen dazwischen).

Was kostet mich der Ausflug?
Nichts! Sollten Sie weder über ein GA noch ein Halbtax-Abonemment verfügen, so melden Sie sich bitte frühzeitig bei uns. Wir werden Ihre Reisekosten übernehmen.

Wie hoch ist die Entschädigung?
Die Arbeit erfolgt ehrenamtlich. Sie erhalten aber ein hochwertiges Helfer-Shirt (vom Organisator), grosszügige Rabatte im Ironman-Shop und kostenlose Verpflegung. Des Weiteren wird organja Ihre Reisekosten übernehmen und Ihnen ein einmaliges Live-Rennerlebnis bieten!

Wie profitiert der Verein?
Der Verein erhält dank einem Sonderabkommen mit dem Veranstalter eine Entschädigung von CHF 40.- für die ersten zehn Personen, CHF 80.- für die zweiten zehn und CHF 100.- für die restlichen. Sie sehen: Je mehr Leute mitkommen, desto mehr profitiert der Verein!

Wie und bis wann melde ich mich an?
Sie können sich per Mail (info@organja.ch) oder SMS (Vorname, Name und Anzahl Personen an die Nummer 079 531 30 72) anmelden. Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie, sich bis spätestens dem 1. Juni 2015 anzumelden.

Wer darf mitkommen?
Alle! Erwähnen Sie dabei ganz einfach bei Ihrer Anmeldung, wie viele Personen mitkommen. Beachten Sie bitte, dass Anmeldungen nicht mehr zurückgezogen werden können, da wir dem Veranstalter aus organisatorischen Gründen rechtzeitig die genaue Anzahl Helfer bekannt geben müssen.

Wir würden uns sehr freuen, mit einer tollen Gruppe die Reise nach Zürich an einen der grössten Triathlons Europas antreten zu können. Beweisen wir den Zürchern aufs Neue, dass Walliser richtige Stimmungskanonen sind - kommen Sie mit!

 

 

Mitgliederversammlung 2015

von organja

Der Verein «organja» freut sich, seine Mitglieder zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2015 einzuladen. Dabei wird der Vorstand den Mitgliedern über die im vergangenen Jahr durchgeführten Anlässe Bericht erstatten, die finanzielle Situation des Vereins erläutern und das Jahresprogramm 2015 bekannt geben.

Die Mitgliederversammlung wird wie folgt stattfinden:

Datum: Freitag, 24. April 2015

Ort: Raiffeisenbank Visp, Bahnhofstrasse 10

Zeit: 19.30 Uhr

Der Vorstand des Vereins «organja» freut sich über Ihr zahlreiches Erscheinen und hofft auf einen angeregten Erfahrungsaustausch.

«Face the facts!» - Werbefilm für die Organspende

von organja

Der Mangel an Organen ist offensichtlich: Jeden dritten Tag stirbt in der Schweiz ein Mensch, weil für ihn kein passendes Organ gefunden werden konnte. Der Wunsch, die Widerspruchslösung einzuführen, wird immer lauter. Wann endlich handelt die Politik?

Rund 1'300 Menschen stehen zurzeit auf der Warteliste für ein Organ. Im Monat September gab es in der Schweiz gerade einmal einen (!) einzigen Organspender. Mit diesem kurzen Werbefilm soll auf den Mangel an Organen aufmerksam gemacht werden. Organspendekarten gibt es hier.

 

Ist der Aktionsplan «Mehr Organe für Transplantationen» gescheitert?

von organja

Über 600 Tage sind vergangen, seit der Bundesrat um Gesundheitsminister Alain Berset den Aktionsplan «Mehr Organe für Transplantationen» ins Leben gerufen hat. Auf Druck dreier Postulate um Felix Gutzwiller, Viola Amherd und Laurent Favre sah sich nun endlich auch die Politik in der Pflicht, etwas gegen den Organmangel in der Schweiz zu tun. Nach gut eineinhalb Jahren ist es nun Zeit für ein kleines Zwischenfazit.

Der Aktionsplan verfolgt zwei konkrete Ziele: Einerseits die Spenderate postmortaler Organspenderinnen und Organspender von heute rund 13 pro Million Einwohner auf deren 20 zu steigern, und andererseits die Anzahl der transplantierten Organe von postmortalen Organspenderinnen und Organspendern auf 500 oder mehr zu erhöhen. Die geplanten Massnahmen, um diese beiden Ziele erreichen zu können, betreffen die Ausbildung des medizinischen Fachpersonals, das Qualitätsmanagement, die Strukturen im Spital und die Öffentlichkeitsarbeit. Im konkreten, bundesrätlichen Wortlaut heisst das dann beispielsweise: «Mehr als 50% der Bevölkerung informiert die Angehörigen über ihren Spendewillen» oder «Die Öffentlichkeit hat eine positive Grundhaltung zur Organspende». Lanciert wurde der Aktionsplan am 8. März 2013. Auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit wird man über die bisher erreichten Meilensteine informiert. Nimmt man diese genauer unter die Lupe, so müssen die Verantwortlichen sich die Frage gefallen lassen, weshalb das alles so lange dauert? Ein Beispiel: Am 20. August 2014 (!) - also genau 530 Tage nach der Lancierung - stand die zweite gemeinsame Sitzung auf dem Programm. Klar ist, der Aktionsplan soll bis ins Jahr 2017 andauern. Dann, so der Bundesrat, will man die beiden eingangs erwähnten Ziele erreicht haben.

Keine Widerspruchslösung

Zieht man nun zum Vergleich die Spendezahlen des dritten Quartals 2014 (also während bzw. nach der zweiten gemeinsamen Sitzung), so wird ersichtlich, dass die Zahl der Menschen auf der Warteliste auf ein Rekordhoch gestiegen und jene der Spender auf ein Rekordtief gesunken ist. Im Monat September gab es in der Schweiz gerade einmal einen einzigen Spender. Es muss also die Frage gestellt werden: Ist der Bundesrat mit seinem Aktionsplan gescheitert?

Eine eindeutige Antwort scheint es nicht zu geben, denn trotz der sehr langen Zeit von 600 Tagen ist es wohl noch zu früh, um über ein Scheitern oder Gelingen des Aktionsplans zu urteilen. Die Diskussion ist aber legitim, denn es ist nicht so, dass der Bundesrat alles Mögliche unternimmt und ihm schlicht und einfach die Hände gebunden sind. Im Gegenteil, er verschliesst sich sogar vor weiteren Möglichkeiten! Die populärste und wohl wirksamste Möglichkeit wäre die Umstellung auf die Widerspruchslösung. Hierbei können sich all jene, die sich gegen die Organspende entschieden haben, in einem Register eintragen lassen. Der grosse Vorteil dieses Systems ist es, dass der Willen jeder einzelnen Person zum Zeitpunkt ihres Todes bekannt ist. Trotzdem behalten die Angehörigen das letzte Wort und entscheiden darüber, ob die Organe zur Spende freigegeben werden sollen oder nicht. Weil sie aber den Willen des Verstorbenen kennen, werden sie vom Druck erlöst, in einem sehr emotionalen Moment über die Organspende entscheiden zu müssen.

Berset in der Pflicht

Dieses System der Widerspruchslösung hat sich in Ländern wie Spanien oder Österreich längst etabliert. Dort liegen die Spenderaten bei über 30 Spendern pro Million Einwohner (Spanien) - also mehr als doppelt so hoch wie in der Schweiz. Auch diese Länder verfügen über eine hervorragende Infrastruktur und die involvierten Personen sind sehr gut ausgebildet. Bezüglich diesem Aspekt ist der Aktionsplan des Bundesrates sehr lobenswert, denn dies bildet sicherlich die Grundlage. Trotzdem muss klar und deutlich gesagt werden, dass der Aktionsplan zu kurz greift. Der Aktionsplan ohne Systemwechsel ist ebenso wirkungslos wie ein Systemwechsel ohne Aktionsplan. Es braucht also beides. Bleibt zu hoffen, dass die Politik - und damit ist vor allem der verantwortliche Bundesrat Berset gemeint - die Widerspruchslösung in Zukunft nicht weiterhin kategorisch ausblendet, sondern deren Einführung in Erwägung zieht. Nur damit können traurige Negativrekorde wie jener vom September verhindert werden. Die Menschen auf der Warteliste werden es ihm und seinen Bundesratskollegen verdanken.

organja-Gründungsmitglied Samuel († 21) verstorben

von organja

Samuel

 

Am Montag, den 6. Oktober 2014, schloss unser populärstes und wichtigstes Mitglied überhaupt, nach einem sehr langen und harten Kampf gegen die Krankheit Mukoviszidose, im Alter von 21 Jahren für immer seine Augen.

Samuel litt seit seiner Geburt an der unheilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose (auch: Cystische Fibrose).  Mit 15 Jahren musste er sich ein erstes Mal einer Lungentransplantation unterziehen. Das Glück war allerdings nur von kurzer Dauer, denn knapp drei Jahre nach der ersten Transplantation erhielt Samuel eine Krebsdiagnose. Es folgte die Abstossung des Spenderorgans, woraufhin Samuel erneut transplantiert werden musste. Ein knappes Jahr später schlug das Schicksal erneut zu: Auch das zweite Spenderorgan wurde vom Körper abgestossen. Nun ist Samuel, auf der Warteliste stehend, für immer von uns gegangen.

Wir werden Samuel für immer als grossen und starken Kämpfer in Erinnerung behalten. Trotz seinem unendlich langen und steinigen Leidensweg blieb er stets aufgestellt und optimistisch. In all' den 21 Jahren haben wir Samuel nie mit dem Schicksal hadernd erlebt und Mitleid wollte er schon gar nicht. Dank den beiden Transplantationen wurden Samuel sechs wunderschöne Jahre geschenkt, wofür er äusserst dankbar war. Wie hat er es knapp zwei Wochen vor seinem Tod so wunderschön gesagt: «Ich hätte so viele schöne Momente nicht mehr miterleben können, hätte meine Freundin nie kennengelernt und wäre aus dem Leben gegangen, ohne jemals ins Ausland in die Ferien geflogen zu sein. Für gesunde Menschen sind das alles selbstverständliche Erlebnisse, über die man nicht wirklich nachdenkt». Bis zum letzten Atemzug war Samuel voller Hoffnung, ein drittes Organ geschenkt zu bekommen. Seine Lebensfreude war unglaublich gross und nicht selten verdutzte er mit extrem kurzen Erholungsphasen das gesamte Ärzteteam. Selbst das Pflegepersonal fand bei Samuel stets Rat und Hilfe. Waren sie einmal traurig oder demotiviert, so munterte sie Samuel mit seinem unvergleichlichen Humor sofort wieder auf.

Auch für unseren Verein organja war Samuel die prägende Figur. Ohne ihn würde dieser Verein heute nicht existieren. Als Gründungsmitglied war er bis zu seinem Tod Vorstandsmitglied. Samuel erstellte u.a. unsere Webseite (siehe auch www.samsec.ch). Obwohl er sehr jung von uns gehen musste, hat Samuel in seinem Leben mehr erlebt, als wir alle anderen zusammen. Seine Lebenseinstellung war unglaublich toll - wir sind alle sehr dankbar, Samuel kennengelernt haben zu dürfen!

An dieser Stelle soll Samuel selbst noch zu Wort kommen dürfen. Glücklicherweise ist Papier sehr geduldig und es wird Samuels Worte niemals vergessen. In einem Zeitungsinterview knapp zwei Wochen vor seinem Tod sagte Samuel: «Wenn man stirbt und seine wertvollen Organe nicht zum Spenden freigeben möchte, finde ich diese Haltung sehr egoistisch. Wenn solche Menschen in meiner Situation wären, so würden sie ganz anders denken. Es gibt im Walliserdeutschen hierfür ein sehr passendes Sprichwort: Dum Härpfil gehnt d’Öigä üf wäner im Dräck isch.».

Samuel, du wirst für immer unser Vorbild bleiben - nömber wan! Danke für die Zeit, die wir mit dir erleben durften!

In tiefer Trauer
Der organja-Vorstand

Erfolgreiche Premiere von «Schlag den Promi»

von organja

 

Am vergangenen Samstag, dem 20. September 2014, ging in Naters die Erstausgabe von «Schlag den Promi» über die Bühne. Anlässlich des Nationalen Tages der Organspende organisierte organja in Zusammenarbeit mit dem TC Naters diesen spielerischen Charity-Event, um auf die Organspende aufmerksam zu machen.

Bereits wenige Tage nach dem Anlass können die Organisatoren ein erstes Fazit ziehen. Die Besucherzahl überstieg die Erwartungen, was sicherlich auch am guten Wetter lag. So nahmen beispielsweise rund 70 Personen am Spielbetrieb teil und versuchten, die anwesenden Promis wie Patrizia Kummer oder Dani Albecht in die Schranken zu weisen. Der stolze Tagessieger erhielt als Belohnung für seine Strapazen ein brandneues iPad mini im Wert von CHF 450.-.

Wie im Vorfeld angekündigt, bot der Anlass auch Familien mit kleinen Kindern beste Unterhaltung. In einer eigenen Juniorenkategorie startend, konnten diese sich untereinander messen und ebenfalls versuchen, einen der begehrten Kinderpreise zu ergattern. Obwohl die Konkurrenz hier etwas kleiner war, wurde den teilnehmenden Kids alles abverlangt, denn sie absolvierten dieselben Spiele wie die erwachsenen Teilnehmer.

Am Abend heizte die Band U5 aus Turtmann den Besuchern im Festzelt nochmals richtig ein. Obwohl das Konzert um 23.00 Uhr zu Ende war, befanden sich um weit nach Mitternacht immer noch viele Leute im Festzelt und sangen mit Jürgen Drews und Kollegen um die Wette. In den frühen Morgenstunden fuhr der kostenfreie Shuttle-Bus die Partygänger nach Hause und die Organisatoren machten sich unter Mithilfe einiger freiwilliger Helfer ans Aufräumen.

Der Verein organja bedankt sich bei den 40 Volunteers, den Promis, den Politikern, den zahlreichen Besuchern und bei Petrus für das tolle Wetter. Klicken Sie sich durch die untenstehende Bilderstrecke, um einen Eindruck von diesem tollen Event zu erhalten!

Ein herzliches Dankeschön an unsere Unterstützer!

von organja

Ohne die zahlreichen Sponsoren, Gönner und Supporter wäre es für einen so jungen Verein wie organja nicht möglich gewesen, den Anlass «Schlag den Promi» zu organisieren. Diesen Unternehmen und/oder Einzelpersonen ist es zu verdanken, dass wir nun die Möglichkeit erhalten, mit einem tollen Event auf den Nationalen Tag der Organspende aufmerksam zu machen. Vielen herzlichen Dank!

 

Eventsponsoren

Bayard Mode Treuhand Valesia Walker AG

 

Supporter

Amoba Baumanagement, www.amoba.ch
Basler Versicherungen, www.baloise.ch
Treuhand Jäger & Partner, www.wallisimobilien.ch
Rhodania Apotheke, www.rhodania.ch
CFI Hotels & Restaurants, www.cfi-hotels.ch

Gönner
Credit Suisse, www.credit-suisse.com
Raphael Offreda
Hans Ritz

Constantin in Naters?

von organja

Wer bisher der Meinung war, bei «Schlag den Promi» treffe man höchstens C-Promis an, der wird seit gestern ganz anders denken. Denn wie der Walliser Bote in der Ausgabe vom 13. September schreibt, könnte man in Naters auf keinen Geringeren als Christian Constantin treffen.

Obwohl der FC Sion am Nachmittag des 20. Septembers auswärts in Biel zur 2. Cup-Runde antreten wird, könnte CC dem Charity-Event von organja die Ehre erweisen, wie FCS-Medienchef Nicolas Pillet gegenüber dem Walliser Boten durchsickern liess. Sollte CC in Naters dabei sein, so wäre ein ganz Grosser der Schweizer Sportwelt zu Gast. Seit Jahren prägt er die Walliser Fussballlandschaft und sorgt mit seinem FC Sion nicht nur national für Furore. Unvergessen sein Machtkampf mit Sepp Blatter, als dem FCS am grünen Tisch 36 Punkte abgezogen wurden und er trotz sportlichem Erfolg aus der Europa-League verbannt wurde. Dass der Klub den Ligaerhalt trotzdem geschafft hat und auch heuer wieder um den nationalen Meisterschaftstitel mitkämpft, ist zu einem grossen Teil dem unermüdlichen Einsatz Christian Constantins zu verdanken. Er ist es, der den Fussball und auch die Hooligan-Bekämpfung immer und immer wieder revolutioniert. So machte beispielsweise anfangs Saison 2014/15 CC's Vorschlag, die Gästefans gratis ins Stadion zu lassen und ihnen ein Walliser Raclette zu spendieren, im ganzen Land Schlagzeilen.

Es ist unbestritten, dass CC zu den charismatischsten und eigenwilligsten Schweizer Promis gehört. Es ist aber auch unbestritten, dass CC ein grosses Herz für kranke und in Not stehende Menschen hat. Deshalb würde es wohl niemanden erstaunen, wenn auch er am 20. September beim Charity-Event «Schlag den Promi» mit von der Partie wäre. Lassen Sie sich überraschen und schauen Sie am nächsten Samstag gleich selbst vorbei!

 

 alt=

 

Schlag den Promi! - Charity-Event zugunsten der Organspende

von organja

Ironman ZH

 

Am 20. September feiert die Schweiz den Nationalen Tag der Organspende. Anlässlich dieses Feiertages organisiert der Verein organja den Charity-Event «Schlag den Promi». Angelehnt an das bekannte TV-Format «Schlag den Raab» können die Besucher sich in interessanten und spassigen Spielen mit den anwesenden Promis messen. Unterstützt und mitorganisiert wird der Anlass vom TC Naters.

Dank der Zusammenarbeit mit dem TC Naters ist es möglich geworden, die Spiele auf dem neuen Tennisareal in Naters auszutragen. Um 11.00 Uhr Natischer Ortszeit wird es heissen: «Lasst die Spiele beginnen!». Die Besucher erhalten dann die Möglichkeit, die Promis herauszufordern. Wer es auf das Treppchen schafft, wird neben Ruhm und Ehre auch einen tollen Preis erhalten. Der Tagessieger erhält einen Preis im Gesamtwert von CHF 450.-! Die Promis ihrerseits werden alles versuchen, dies zu verhindern, um selbst in den Genuss von Ruhm und Ehre zu kommen. Es liegt an dir: Schlägst du den Promi?

Wer jetzt denkt, das sei nur etwas für durchtrainierte und hochmotivierte Leistungssportler, der irrt sich. Der Anlass eignet sich auch hervorragend für Familien mit Kindern. Es ist nämlich auch möglich, nur einzelne Spiele auszuprobieren. Für Speis (feine Grilladen und schmackhaftes Walliser Raclette) und Trank ist bis spätabends gesorgt und um 15.00 Uhr und ab 19.00 Uhr bieten Musiker mit einem Live-Konzert beste Unterhaltung. Der perfekte Familienanlass, oder?

Der gesamte Anlass steht im Zeichen der Organspende und deshalb wird auch bis spätabends ein Informationsstand bedient sein. Interessierte Besucher können sich dort von unseren bestinformierten Mitgliedern über die Organspende aufklären lassen. Neben dem sehr ausführlichen Informationsmaterial von der Nationalen Stiftung für Organspende und Transplantation (Swisstransplant) werden auch genügend Spendekarten und weitere interessante Broschüren vorhanden sein. Wer an der Organspende und weniger am Spielbetrieb interessiert ist, wird auch voll auf seine Kosten kommen!

Weil selbst die durchtrainiertesten Leistungssportler irgendeinmal müde werden, endet der Spielbetrieb um 18.00 Uhr. Nach einer kurzen Auswertung wird vor Ort auf dem Tennisplatz die Siegerehrung stattfinden, wo die verschiedenen Gewinner ihre Preise erhalten werden. Eines sei verraten: Wir haben hammermässige Preise erhalten - freut euch! Nach dieser Zeremonie wird im Festzelt auf der Wiese neben dem Tennisareal bis um Mitternacht live Musik zu hören sein.

Alle prominenten Gäste, Musiker und Helfer kommen der guten Sache wegen und werden nicht entlöhnt. Sie alle setzen sich ehrenamtlich für die Organspende ein und werden alles dafür tun, den Besuchern einen unvergesslichen Anlass bieten zu können. Allein dieses Engagement ist ein Besuch wert, oder? Wir freuen uns auf Sie!

Das Programm im Überblick:

11.00 Uhr     Beginn Spielbetrieb «Schlag den Promi»
15.00 Uhr     Live-Konzert
18.00 Uhr     Ende Spielbetrieb
18.30 Uhr     Siegerehrung
19.00 Uhr     Live-Musik im Festzelt (bis 24.00 Uhr)

Wer wissen möchte, welche Promis dabei sein und welche Bands spielen werden, dem seien zwei Sachen verraten: Erstens, ein Besuch auf dieser Webseite lohnt sich immer, und zweitens, es gibt auf Facebook eine sehr interessante Veranstaltung (www.facebook.com/events/771980769507198). Auch wer kein Facebook-Profil hat, wird dort interssante Neuigkeiten zu lesen bekommen.

Die Vereine organja und TC Naters würden sich sehr freuen, Sie am 20. September in Naters begrüssen zu dürfen! Ein kurzer Tipp zum Schluss: Auf der oben erwähnten Facebook-Seite könnten im Vorfeld Details über einige Spiele an die Öffentlichkeit geraten. Wer sich vorbereiten möchte, wird dort auf seine Kosten kommen...

Helfereinsatz am Ironman Zürich

von organja

Ironman ZH

 

Am Wochenende des 26. und 27. Juli 2014 stand in Zürich der Ironman auf dem Programm. Bei diesem alljährlich stattfindenden Grossanlass, herrscht in Zürich jeweils Ausnahmezustand. Sportlich wie auch organisatorisch war es zudem ein Anlass auf allerhöchstem Niveau. Mittendrin zwischen Topathleten und Zuschauern: 14 fleissige organja-Mitglieder und Sympathisanten.

Über 1'300 Volunteers (freiwillige Helfer) standen in diesem Jahr in Zürich im Einsatz. Darunter befand sich eine Gruppe aus dem Wallis. An der Golden Station - einem der grössten Verpflegungsposten überhaupt - sorgten diese lautstark für Stimmung. Die Aufgabe der Helfer war es, die Athleten mit Getränken und Nahrung zu versorgen. Diese Aufgabe bereitete den 14 organja-Volunteers sichtlich Spass. Trotz der langen Reise- und Einsatzzeit herrschte bis zum Schluss eine fantastische Stimmung und jeder bemühte sich, mitzuhelfen.

Für den Verein organja war dieser Anlass eine gute Möglichkeit für einen kleinen Vereinsausflug. Obwohl der Verein noch sehr jung ist und nicht sehr viele Mitglieder zählt, traten stolze 14 Helferinnen und Helfer die Reise nach Zürich an. Weil unter den Athleten kein Walliser für die grosse Musik sorgte, taten dies die organja-Leute neben der Strecke. Ausgerüstet mit einem Walliser-Fähnchen, einem grossen Repertoire an Anfeuerungsrufen und einer gehörigen Portion Motivation, sorgten sie für eine bombastische Stimmung an der Golden Station. Damit dürfte dieses Rennen nicht nur den Helfern, sondern auch den zahlreichen Athleten in bester Erinnerung bleiben.

Der Ironman war für alle mitgereisten organja-Leute ein super Erlebnis. Der Verein bedankt sich deshalb beim Veranstalter und besonders beim Einsatzleiter Simon und den Leitern des Verpflegungspostens Golden Station, France und Michael, für die tolle Organisation! Wir sehen uns im nächsten Jahr - allez hopp, hopp, hopp!

 

Ironman ZH Ironman ZH

Ein Hauch von Hollywood in Visp

von organja

«Oberwallis: Auf der Suche nach Organspendern»

von organja

organja - Ein neuer Verein, welcher sich für die Organspende einsetzt. Die Suche nach Neuspendern und Aufklärungsarbeit zum Thema gehören zu den Kernaufgaben.

Gegründet wurde der Verein vor einigen Monaten. Seit Januar 2014 ist organja nun im Oberwallis aktiv. «Die Organspende in unserer Region ist kein grosses Thema. Unternommen wurde bisher wenig. Das wollen wir in Zukunft ändern», versichert Vereinspräsident Rafael Bittel gegenüber rro. Die nationale Stiftung für Organspende und Transplantation habe im Oberwallis in den letzten Jahren wenig Präventionsarbeit geleistet. «Es ist ein grosses Potential vorhanden. Aktuelle Zahlen belegen, dass 2012 im Oberwallis gerade sechs postmortale Transplantationen durchgeführt wurden.» Beim Verein organja steht mittlerweile der erste Vereinsanlass auf dem Programm. Am Montag, 12. Mai 2014, wird im Kino Astoria in Visp ein Informationsabend mit einer Filmvorstellung rund um die Organspende stattfinden.

Audiobeitrag: http://www.rro.ch/cms/content/342/audio/7283_News.mp3

 

organja

 


Dieser Artikel wurde am 9. Mai 2014 von Joel Bieler auf www.rro.ch verfasst. Der Link zum Originaltext: http://www.rro.ch/cms/organja-ein-neuer-verein-welcher-sich-fuer-die-organspende-einsetzt-die-suche-nach-neuspendern-und-aufklaerungsarbeit-zum-thema-gehoeren-zu-den-kernaufgaben-70894#pos

«Ein Film für einen guten Zweck»

von organja

Der Verein «organja» zeigt in einer Sonderaufführung am Montag, den 12. Mai 2014 (Filmstart um 20.30 Uhr) im Kino Astoria in Visp den preisgekrönten Film «Tutti giù» von Regisseur Niccolò Castelli. Seien Sie live dabei!

Der Film erzählt die Geschichte dreier junger Menschen, die allesamt aus Lugano stammen, sich untereinander aber nicht kennen. Zumindest nicht persönlich, denn eine dieser drei Personen ist eine aufstrebende, junge Skifahrerin: Blond, hübsch und ziemlich erfolgreich. Was nach Lara Gut tönt, ist auch Lara Gut. Die Schweizer Skirennfahrerin feierte mit «Tutti giù» ihr Debüt auf der Kinoleinwand. In den weiteren Rollen werden Sie unter anderem Yanick Cohades und Nicola Perot bestaunen können, die beide bereits eine beachtliche Schauspielerfahrung vorweisen können.

Einer der Hauptdarsteller verkörpert im Film einen jungen Mann, der urplötzlich erfährt, dass er auf ein Spenderorgan angewiesen ist. Jung, sportlich und gutaussehend – aber leider krank. Dieses tragische Schicksal ist keine Erfindung der Filmindustrie, sondern viel eher knallharte Realität. Der Schweizer Regisseur Niccolò Castelli hat es geschafft, solch ein hartes Schicksal passend auf die Kinoleinwand zu bringen. Neben dem filmtechnisch hohen Niveau verfügt «Tutti giù» zudem auch über eine sehr breite Musikpalette. Der Zuschauer merkt sehr schnell, dass die Musik in diesem Film eine sehr wichtige Rolle spielt.

In Zusammenarbeit mit Niccolò Castelli zeigt der Verein «organja» diesen spannenden Film am 12. Mai in Visp. Als besonderes Extra wird der Regisseur dabei persönlich anwesend sein, um Ihre Fragen am Ende des Films beantworten zu können. Dank der Zusammenarbeit mit Niccolò Castelli, Hermann Villi (Produzent) und dem Kino Astoria werden wir Ihnen diesen Film kostenlos zeigen können. Sämtliche Einnahmen aus den Kollekten kommen dabei dem Verein «organja» zugute.

Der Verein «organja» möchte mit dieser Aufführung auf das Thema der Organspende aufmerksam machen. Auch im Jahre 2014 stirbt an jedem 3. Tag ein Mensch, weil für ihr kein passendes Spenderorgan gefunden werden konnte. Dabei gäbe es genügend potentielle Spenderinnen und Spender, die Leben retten könnten. Der Verein «organja» hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Oberwalliser Bevölkerung auf das Thema der Organspende zu sensibilisieren. «Ein Film für einen guten Zweck» ist dabei der erste öffentliche Auftritt von «organja» im Oberwallis.

Zu diesem besonderen Anlass sind Sie herzlich eingeladen. Gerne würden wir Sie am 12. Mai um 20.30 Uhr im Kino Astoria in Visp begrüssen. Wir freuen uns auf Sie!

 

Ein Film für einen guten Zweck

 

«Meister, Schweizer Meister!» Signierte Meistershirts zu gewinnen!

von organja

Am vergangenen Samstag gewannen die ZSC Lions in einem an Spannung kaum überbietbaren Spiel mit 2:1 n.P. gegen die Kloten Flyers. Dieser Sieg war gleichbedeutend mit dem 8. Meistertitel der Stadtzürcher in der höchsten Schweizer Eishockeyliga. Am Ostermontag zog der FC Zürich nach und holte neben dem Eishockey-Meistertitel nun auch noch den Schweizer Fussball-Pokal nach Zürich.

Als souveräner Qualisieger stieg der «Z» als grosser Favorit in die Playoffs. Wider Erwarten folgten zwei sehr enge Serien gegen Lausanne (Viertelfinale) und Genf-Servette (Halbfinale). Beide Male mussten die Zürcher über vier Spiele gehen und dabei viel Kraft liegen lassen. Der Finalgegner, die Kloten Flyers, hatten mit dem HC Davos im Viertelfinale ebenfalls einen sehr starken Gegner. Bedeutend weniger Mühe hatten die Flyers mit dem Gegner im Halbfinale, dem HC Fribourg-Gottéron. Viele Experten mutmassten vor dem Finale deshalb, die Flyers würden die «frischeren Beine» haben und seien deshalb zu favorisieren. Pustekuchen! Zu keinem Zeitpunkt lief der ZSC ernsthaft Gefahr, dieses Playoff-Finale zu verlieren. Mit 4 zu 0 Siegen zeigte man dabei den Flyers aus Kloten klar ihre Grenzen auf. Dieser achte Meistertitel der Lions ist verdient, denn sie waren in dieser Saison die beste Mannschaft. 

Traditionsgemäss fand am heutigen Ostermontag zudem der Schweizer Pokalfinal im Fussball statt. Das Spiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Basel wurde im Stade de Suisse in Bern ausgetragen. Der Spielverlauf glich jenem im packenden 4. Spiel zwischen dem ZSC und den Kloten Flyers: Das Spiel ging mit einem 0:0 in die Verlängerung. Dort konnte der FCZ die nummerische Überzahl (beim FCB flogen zwei Spieler vom Feld) ausnutzen und in Tore ummünzen. Der «zweifache Gavranovic» schoss den FCZ mit seinen Toren zum Pokalsieg. Was für eine Geschichte für die Sportstadt Zürich! Eine interessante Parallele zwischen den Lions und dem FCZ: Für beide Teams war es der 8. Triumph - für die Lions in der Meisterschaft, für den FCZ im Pokal.

Auch der Verein «organja» gratuliert dem ZSC und dem FCZ ganz herzlich zum Meister- bzw. Pokaltitel und nutzt diese Gelegenheit, um den treuen Zürcher Fans ein spezielles Geschenk zu machen: Wir verlosen ein signiertes Eishockeyshirt der ZSC Lions und eines des FCZ! Und hier kannst du teilnehmen:

Am PC: www.facebook.com/organspende.ja?sk=app_191694567568275

Mobile Geräte: www.sweepstake-app.com/s/sfL6

Die Shirts wurden uns von der ZLE Betriebs AG bzw. der FCZ AG zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank dafür! Das Gewinnspiel läuft bis Donnerstag, 8. Mai 2014 um 23:00 Uhr. Die Teilnahmebedingungen findest du unter den oben angegebenen Links. Wir wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Glück!

 

Meister, Schweizer Meister!

 

 

 

GC Tickets zu gewinnen!

von organja

Spätestens seit dem klaren 4:0 Auswärtssieg gegen die Young Boys aus Bern sind die Grasshoppers zurück im Meisterrennen. Mit lediglich 3 Punkten Rückstand auf den FC Basel belegt GC zurzeit den 2. Platz in der Meisterschaft. Damit sind die Hoppers neben dem Erzrivalen FCZ das Team der Stunde und könnten heuer erstmals seit 2003 den Meisterpokal in die Höhe stemmen. Der Erfolgshunger der Hoppers ist dementsprechend ziemlich gross - dies gilt es nun auf dem Rasen zu beweisen. Auf die Zuschauer warten deshalb in den letzten Meisterschaftsrunden noch einige sehr interessante und spannende Spiele!

Das Beste dabei: Sie können live dabei sein! Der Verein «organja» verlost 2 x 2 Sitzplatztickets für ein Heimspiel von GC. Die Tickets sind bis zum 30. Juni 2014 gültig und können an folgenden Spielen eingelöst werden:

  • Mittwoch, 16. April, 19.45 Uhr: GC vs. FC Thun
  • Sonntag, 4. Mai, 16.00 Uhr, GC vs. BSC Young Boys
  • Mittwoch, 7. Mai, 19.45 Uhr, GC vs. FC St. Gallen
  • Donnerstag, 15. Mai, 20.30 Uhr, GC vs. FC Luzern

Teilnehmen können Sie via Facebook unter folgenden Links:

Das Gewinnspiel endet am 7. April um 23.00 Uhr (MEZ). Wir danken dem Grasshopper Club Zürich für die Zusammenarbeit und wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Glück!

 

Karten

 

Geschenkaktion

von organja

Der Verein «organja» verschenkt folgende Gutscheine:

  • 2x Sitzplatz für das Eishockeyspiel Rapperswil-Jona Lakers gegen den EHC Biel (22. März um 19.45 Uhr)

 

  • 2 Freikarten Alpamare für 4h Badespass (Erwachsener oder Kind), gültig bis 31. März 2014

  • 2 Tageskarten Skigebiet Laax im Wert von je CHF 70.- (gültig bis 30. März 2014)

 

  • 3x "Gutschein für 2 Matchtickets zum Preis von 1" für den Spitzenkampf zwischen YB und GC am 23. März um 16.00 Uhr im Stade de Suisse

 

Bei Interesse an den Gutscheinen senden Sie bitte eine E-Mail an info@organja.ch. Die Gutscheine sind kostenlos. First come, first served. Viel Glück!

Partnerschaft zwischen «organja» und dem Unihockeyklub «Green Vipers»

von organja

Am vergangenen Samstag präsentierte der Unihockeyclub Green Vipers anlässlich des 5. Spieltages der Oberwalliser Unihockey Meisterschaft erstmals die neuen Shirts. Darauf prominent vertreten: der Verein «organja». Doch wer sind die Green Vipers und wie kam es zu dieser Partnerschaft?

Als Teilnehmer der regionalen Unihockeymeisterschaft kann sich der UHC während der Saison einem breiten Publikum präsentieren. Die Spieltage finden dabei an den unterschiedlichsten Orten im Ober- und Mittelwallis statt: von Siders über Turtmann bis ins Saastal. Im Jahre 2009 in Turtmann gegründet, konnten die Vipers bisher bereits einige Erfolge feiern. Im letzten Jahr gelang ihnen mit dem dritten Rang in der Meisterschaft ein Achtungserfolg. Die Vertreter des UHC betonen aber immer wieder, dass der Verein auch ausserhalb des Spielfeldes eine wichtige Funktion einnimmt und deshalb eine grosse Verantwortung trägt. Die Green Vipers sind ein Verein, der Frauen jeden Alters die Möglichkeit bietet, den Unihockeysport kennenzulernen. Wer den Spass am Sport entdeckt und sich mit anderen messen möchte, darf sich später auch wettkampfmässig in der Meisterschaft versuchen. Damit eröffnet der Verein insbesondere auch den Jugendlichen die grosse Chance, sich sportlich betätigen zu können. Der familiäre Umgangston gepaart mit dem professionellen Führungsstil ergibt einen Mix, der anderswo nur sehr schwer zu finden ist. Der UHC übernimmt damit in der Gemeinde Turtmann eine wichtige soziale Aufgabe.

Die Verantwortlichen der Green Vipers legen auch grossen Wert auf die regionale Verankerung des Vereins. Neben der Zusammenarbeit mit mehreren Unternehmen aus der Gemeinde, engagieren sich die Vereinsmitglieder immer wieder an örtlichen Anlässen. So trifft man einige Damen beispielsweise jährlich am «Pürumärt» an, wo man ihre Servierkünste betrachten kann. Als die Vereinsführung im Sommer 2013 von der Gründung des Vereins «organja» erfuhr, fasste man direkt eine Zusammenarbeit ins Auge. Das Resultat konnte am vergangenen Samstag am Spieltag in Susten präsentiert werden. Viele Bilder und weitere Infos zu dieser Partnerschaft finden Sie hier.

 

Übergabe

Die Übergabe des ersten Trikots an die Präsidentin der Green Vipers.

«Jeder soll sich entscheiden!» - Das Interview mit der strahlenden Siegerin des organja-Gewinnspiels

von organja

Die 20-jährige Carole aus Sarmenstorf ist die glückliche Gewinnerin des auf www.organja.ch verlosten Samsung Galaxy Note II. Die ausgebildete Pharmaassistentin absolviert zurzeit die Berufsmatura. Im Interview mit «organja» erzählt sie von ihren Erfahrungen mit Organspenden und Transplantationen. Ausserdem bezieht sie Stellung zur Arbeit von Bundesrat Alain Berset und zeigt sich bei den Alles-oder-Nichts-Fragen sehr entscheidungsfreudig.

Herzliche Gratulation zu deinem Gewinn, Carole! Wie bist du auf «organja» aufmerksam geworden?
Ich setze mich bereits seit langer Zeit mit dem Thema der Organspende und bin dann eher zufällig auf die Facebook-Seite von «organja» (www.facebook.com/organspende.ja) gestossen. Da mir diese gut gefiel, habe ich direkt auf «Gefällt mir» gedrückt. Etwas später wurde dann der Start eines Gewinnspiels verkündet, an welchem ich nach dem Motto «Vielleicht klappt es einmal» gerne teilnahm. Und jetzt sitze ich hier! (lacht)

Aufgrund diverser politischer Vorstösse (z.B. Motion von Nationalrat Favre) wird in der Schweizer Medienwelt wieder vermehrt über die Thematik der Organspende diskutiert. Wie stehst du zur Organspende?
Ich bin definitiv für die Organspende. Seit Jahren bereits besitze ich eine Organspendekarte und bin auch im Verzeichnis für eine Blutstammzellspende eingetragen. Ich bin der Meinung, dass sich alle Menschen damit auseinandersetzen sollten, weil es jeden jederzeit treffen kann. Jeder muss wissen, was er will.

Du stammst aus einem Dorf im Kanton Aargau. Wie sieht die Situation in deinem Umfeld aus, sind die Menschen über die Thematik der Organspende informiert?
Nicht wirklich gut. In meiner Klasse ist leider fast niemand Organspender/in. Das ist deswegen erstaunlich, weil ich die Berufsmatura in der gesundheitlich-sozialen Richtung absolviere. Hier geht man davon aus, dass die Menschen sich mit gesundheitsrelevanten Themen auskennen – aber das ist nicht der Fall. Es ist aber auch so, dass wir Schülerinnen und Schüler aus beinahe allen möglichen Berufen bei uns in der Klasse haben, vom Elektriker bis zu den KV-Absolventen. Ich habe selber bereits Spendekarten aus der Apotheke in die Klasse mitgebracht. Die Reaktionen waren durchwegs positiv. Das Interesse war vorhanden, aber die Wenigsten hatten sich bereits damit auseinandergesetzt. Vielleicht dachten die sich: Es dauert ja noch ein Weilchen, bis der Zeitpunkt kommt, an dem ich mich entscheiden muss.

 

Preisübergabe

Die strahlende Gewinnerin Carole bei der Preisübergabe.

War die Organspende während deiner Ausbildung zur Pharmaassistentin ein Thema, über das in der Schule gesprochen wurde?
Ja, im dritten Lehrjahr kam eine Frau von «Swisstransplant» bei uns vorbei und klärte uns auf. Seit diesem Zeitpunkt besass jeder in der Klasse eine Spendekarte. Ich finde es schade, dass dies in meiner jetzigen Klasse nicht der Fall ist.

Weshalb sollten denn deiner Meinung nach viel mehr Menschen eine Organspendekarte besitzen?
Weil man damit Leben retten kann! Wer sich für die Organspende entscheidet und dies dementsprechend auf der Spendekarte markiert, nimmt seinen Angehörigen im Todesfall eine grosse Last von den Schultern. Es darf nicht die Aufgabe der Angehörigen sein, in einem derart emotionalen Moment einen solch' wichtigen Entscheid fällen zu müssen. Da muss man sich früher damit auseinandersetzen.

Du hast vorhin den Besuch einer Frau von «Swisstransplant» erwähnt. Denkst du, dass «Swisstransplant» den meisten Schweizerinnen und Schweizern bekannt ist?
Ich denke nicht. Sicherlich kennen einige «Swisstransplant». Meiner Meinung nach tun dies aber leider noch viel zu wenig Menschen.

Was ist deine Meinung zur Berichterstattung der Medien über die Organspende bezüglich der Häufigkeit der Berichte?
Ich finde, man hört in den Medien nicht sehr viel über die Organspende. Letztlich lief aber auf «SRF» ein Spot, der aufrief, sich eine Meinung zu bilden. Die fand ich super. Ich denke auch, dass sie vielen Menschen aufgezeigt hat, dass es plötzlich doch schneller gehen kann als sie dachten.

Ein möglicher Weg ist die von dir angesprochene Werbung. Was kann man deiner Meinung nach sonst noch tun, damit die Zahl der Organspender in der Schweiz wieder ansteigt?
Man könnte beispielsweise die Schüler besser aufklären, denn oft wissen diese noch am wenigsten über die Organspende. Weil sie sich auch noch keine Gedanken darüber machen.

Die zu Beginn angesprochene Motion von Nationalrat Favre verlangt den Wechsel von der Zustimmungs- zur Widerspruchslösung. Hast du etwas von dieser Diskussion mitbekommen?
(überlegt) Ich denke schon, bräuchte aber gerade eine kleine Hilfe...

Aktuell ist es so, dass jeder Schweizer von sich aus aktiv werden und sich eine Spendekarte besorgen muss, wenn er Organspender werden möchte. Die neue Regelung sähe vor, dass alle Menschen, die nicht Organspender sein möchten, aktiv werden und sich in einem Register eintragen lassen müssten. Es ist aber keine automatische Spende, da der eigene Wille und jeder der Angehörigen immer absolute Priorität geniesst. Wie findest du diesen Vorschlag?
Ich finde diesen Vorschlag nicht schlecht, sehe aber auch Schwierigkeiten. Einerseits müssten sich die Leute, die nicht spenden möchten, dann auch melden. Das könnte dazu führen, dass sich mehr Menschen mit diesem Thema auseinandersetzen. Andererseits finde ich das etwas traurig, wenn dies wirklich der einzige Weg ist, mit dem man die Leute zum Nachdenken bringen kann. Ich bin aber ganz klar dafür, dass etwas gemacht wird, um mehr Organspender zu erhalten.

Du hast von deinem Erlebnis mit der Frau von «Swisstransplant» erzählt. War das das erste Mal, dass du mit dem Thema der Organspende in Kontakt gekommen bist?
Nein, ich habe mich schon sehr früh damit auseinandergesetzt. Ich habe die Spendekarte bereits im Alter von 16 Jahren ausgefüllt und in den Geldbeutel gesteckt. Es sprach mich niemand darauf an, ich habe mich damals selbstständig informiert.

Kennst du jemanden persönlich, der mit dem Thema der Organspende bereits aktiv konfrontiert wurde, also z.B. auf der Warteliste steht oder bereits transplantiert wurde?
Wir hatten in der Apotheke drei Kunden, die alle nierentransplantiert waren. Mit denen konnte ich oft darüber sprechen. Es ist sehr bemerkenswert, wie viele Medikamente man nach einer Transplantation ein Leben lang zu sich nehmen muss. Die wiedergewonnene Lebensqualität überstrahlt diesen eher negativen Aspekt aber bei Weitem.

 

* * * * * * * * * *

 

Alles-oder-Nichts-Fragerunde

Bemerkung: Der Joker durfte nur 1 Mal gezogen werden.

«Swisstransplant» veröffentlicht Organspende-Kennzahlen des Jahres 2013

von organja

«Swisstransplant» veröffentlichte am 24. Januar 2014 die Kennzahlen der Organspende des vierten Quartals 2013 sowie jene des ganzen Jahres 2013. Die Gefühle sind gemischt: Trotz der steigenden Anzahl an Organspender sterben viele Patienen auf der Warteliste.

«Immer mehr Menschen warten und leider versterben nun auch immer mehr auf der Warteliste», kommentiert Franz Immer, Direktor von «Swisstransplant», den Quartalsbericht. Tatsächlich stieg die Zahl der Menschen auf der Warteliste innerhalb eines Jahres um ganze 10 Prozent! In absoluten Zahlen ausgedrückt sind das 1'274 Menschen, die zurzeit auf ein Spenderorgan warten. Benötigt werden insgesamt sogar 1'316 Organe, da einige Personen auf mehr als ein lebensrettendes Organ warten. Im Vergleich zum letzten Jahr, stieg die Zahl der Patienten, die während dem Warten auf das neue Organ verstarben, um satte 40 Prozent! Das entspricht 73 Menschenleben, die nicht mehr gerettet werden konnten.

Konsequenzen der tiefen Spendebereitschaft

Der Hauptgrund für diese alarmierenden Zahlen ist die tiefe Bereitschaft zum Spenden. «Mit 13.7 Spendern pro Million Einwohner pro Jahr zählt die Schweiz nur gerade halb so viele Spender wie unsere Nachbarländer Frankreich, Österreich und Italien», schreibt «Swisstransplant». Auf einen Schlag wird damit plötzlich aufgezeigt, wie dringend Handlungsbedarf besteht. PD Dr. med. Franz Immer, Direktor von «Swisstransplant», hat dies schon lange erkannt und setzt sich deshalb auch für die Widerspruchslösung ein. Er merkt an, dass die Widerspruchslösung allen ein «hohes Mass an Sicherheit böte», denn in Kombination mit einem Spenderegister könne jeder Spende-Unwillige sein «nein» verbindlich hinterlegen. Dass die Widerspruchslösung die klar beste Lösung ist, belegen die aktuellen Zahlen aus Spanien: Dort liegt die jährliche Spenderate bei 35.3 Spendern pro Million Einwohner. Das entspricht beinahe drei Mal so vielen Spendern wie in der Schweiz!

Die Widerspruchslösung alleine reicht nicht aus

Trotz diesen sagenhaften Zahlen muss angemerkt werden, dass das spanische Erfolgsmodell nicht einzig und allein mit der Widerspruchslösung erklärt werden kann. Weitere Aspekte wie beispielsweise die Anzahl Transplantationskoordinatoren oder die Vermittlung psychologischen Wissens an beteiligte KrankenpflegerInnen sind ebenfalls von erheblicher Relevanz. Der Bundesrat versucht deshalb nun, mit der Lancierung des Aktionsplans «Mehr Organe für Transplantationen», die Zahl der Organspenden deutlich und nachhaltig zu erhöhen. Das Ziel des Bundesrates ist es, noch in diesem Jahr mit den Kantonen und Akteuren zusammen die Schwerpunkte zu definieren, die bis 2017 umgesetzt werden sollen.  Bereits gefallen ist die Entscheidung gegen die Widerspruchslösung. Der Bundesrat stützte sich bei diesem Entscheid auf die Nationale Ethikkomission, die mit dieser Lösung «die Persönlichkeitsrechte als gefährdet erachtete». Eine Motion von Nationalrat Laurent Favre, welche den Wechsel zur Widerspruchslösung forderte, scheiterte am 28. November 2013 im Ständerat. Trotzdem dürfte der Nationalrat sich in der nächsten Session erneut mit dem Transplantationsgesetz befassen und die Frage dabei nochmals aufwerfen.

«Danke an die Menschen und Angehörigen die 2013 in die Spende eingewilligt haben»

Für viele Menschen auf der Warteliste könnten diese Änderungen des Bundesrates zu spät kommen. Denn bereits heute ist klar, dass das aktuelle System erhebliche Mängel aufweist. Eine Revision des Transplantationsgesetzes scheint deshalb unumgänglich. Nicht zuletzt aus dem Grund, dass die Angehörigen von Verstorbenen immer noch doppelt belastet werden. Einerseits mit der Todesnachricht und andererseits müssen sie «die Bürde auf sich nehmen, dem mutmasslichen Willen des Verstorbenen gerecht zu werden», wie PD Dr. med Franz Immer zu bemerken gibt. Er fordert deshalb alle Schweizerinnen und Schweizer auf, sich zu entscheiden und den Mitmenschen diesen Entscheid mitzuteilen. «Danke an die Menschen und Angehörigen die 2013 in die Spende eingewilligt haben». 

 

Entwicklung der Warteliste

Die Entwicklung der Organspende-Warteliste (Bild: Swisstransplant)

«Ja zur Organspende» - Erster Presseartikel über den Verein «organja» in der «RZ» erschienen

von organja

von Deborah Kalbermatter

Oberwallis | Organspenden retten Leben. Der Verein Organja hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen darüber aufzuklären und zu informieren.

«Jedes Jahr sterben in der Schweiz immer noch über hundert Menschen, weil sie auf ein lebensrettendes Organ warten müssen. Mein Bruder hatte Glück, er lebt heute noch», sagt Rafael Bittel, Gründungsmitglied des Vereins Organja. Als sein jüngerer Bruder Samuel vor sechs Jahren auf Grund der Krankheit Cystische Fibrose die erste Lungentransplantation benötigte, wurde er und seine Familie das erste Mal mit dem Thema Organspende konfrontiert. «Vier Jahre später verschlechterte sich Samuels Gesundheitszustand erneut, so dass er dem Tod sehr nahe stand. Er war schwach und konnte sich nur noch schwer bewegen, da er schnell ausser Atem war. Dank eines Spenders geht es ihm heute, ein Jahr nach der zweiten Transplanta­tion, wieder den Umständen entsprechend gut.»

Ja zur Organspende – Organja

In dieser Zeit hat Rafael Bittel gemeinsam mit Anna Lötscher den Entscheid gefasst, sich aktiv für die Organspende einzusetzen. «Viele Menschen machen sich keine Gedanken über eine Organspende, weil es sie nicht selbst betrifft, sie sind schliesslich gesund. Dabei sollte jeder darüber nachdenken und sich für oder gegen eine Organspende aussprechen», sagt Bittel. Gemeinsam mit Freunden und Bekannten gründeten sie deshalb den Verein Organja. «Der Verein verfolgt das Ziel, die Menschen und die Gesellschaft für die Organspende zu sensibilisieren. Wir wollen nicht missionieren, sondern informieren und die Leute dazu bringen, über eine mögliche Spende nachzudenken», sagt Dominic Göttier, Vorstandsmitglied von Organja. Denn eine Organspende könne den Betroffenen viel Schönes bringen und Schlechtes abwenden.

Gerüchte und Fehlinformationen

Bei der Organspende gehen die Meinungen auseinander. In der Vergangenheit wurde das Thema auch in der Schweiz von negativen Gerüchten geprägt. Anna Lötscher erklärt: «Vielen Menschen bleiben nur die negativen Schlagzeilen und die angeblichen Horrorgeschichten im Gedächtnis, da sie sich nicht mit dem Thema auseinandersetzen. Zudem gibt es zu viele Gerüchte und Fehlinformationen, die die Angst der Menschen schüren und sie somit von einer möglichen Organspende fernhalten. Unser Ziel ist es, die Bevölkerung zu informieren, die Gerüchte aus der Welt zu räumen und so vielleicht den ein oder anderen Spender mehr zu gewinnen.» Viele hätten Angst davor, dass man sie zum Beispiel nach einem Unfall bewusst sterben lassen würde, um ein Organ zu entnehmen oder dass sie für hirntot erklärt würden, obwohl Überlebenschancen vorhanden wären. «Das sind Märchen. Organe werden erst dann entnommen, wenn mehrere Ärzte den Patienten für tot erklären», sagt Lötscher. Einer der grössten Irrtümer sei aber auch das Alter. «Es ist nie zu spät, Spender zu werden. 2012 war der älteste Spender in der Schweiz 88-jährig», sagt Rafael Bittel.«Es ist wichtig, dass sich die Menschen Gedanken darüber machen, ob sie Spender sein möchten oder nicht. Aber jeder sollte sich entscheiden, dafür oder dagegen», sagt Samuel Bittel. «Ich lebe, weil sich jemand dafür entschieden hat, wofür ich endlos dankbar bin.»

«4 der 8 Vorstandsmitglieder von organja»

 

Dieser Artikel wurde von Deborah Kalbermatter verfasst und am 16. Januar 2014 in der RZ veröffentlicht. Link zum Originalartikel: www.rz-online.ch/region/wallis/ja-zur-organspende

«Organspende – JA» sammelt am Suppentag CHF 1‘430.70.- für «Swisstransplant»

von organja

Am Sonntag, den 24. März fand in Turtmann (VS) der «Suppentag» statt. Dieser alljährliche Anlass wird vom Pfarreirat organisiert. «Organspende – JA» bekam die Möglichkeit, einen Infostand aufzustellen und für «Swisstransplant», die Schweizerische Stiftung für Organspende und Transplantation, Geld zu sammeln.

Das kühle Lüftchen erinnerte eher an den Winter als den gerade angebrochenen Frühling. Vielleicht war es aber gerade ihm zu verdanken, dass der Anlass ausserordentlich gut besucht war. Denn das Wetter machte Appetit, Appetit auf leckere Minestrone, die zwei Herren vom «Klub der kochenden Männer» unter Mithilfe des Pfarreirats und der Jubla zubereitet hatten.

Am Eingang des Schulhauses in Turtmann, im Herzen des Rhonetals, hatten wir unseren Stand aufgebaut. Im Warmen warteten wir, bis um halb 12 Uhr allmählich die Gäste eintrudelten. Nicht wenige, wie wir gute zwei Stunden später feststellen sollten.

Grossen Anteil am Erfolg hat der Pfarreirat, welcher es uns überhaupt möglich gemacht hat, an diesem Anlass für die Organspende werben zu können. Wie jedes Jahr gab dieser der Jubla die Möglichkeit, ein schweizerisches Projekt auszuwählen, welchem der Erlös der Fastensuppe zugutekommen soll. Als Jublamitglied mit gutem Draht zum Pfarrer, war es unsere fleissige Helferin Anna Lötscher, die damals die Kontaktaufnahme in die Wege leitete und das Thema der «Organspende» vorschlug.

Wenige Wochen später war der Tag nun gekommen. Wir von «Organspende – JA» hatten grosse Erwartungen. Wie steht die 08/15-Walliserin oder der 08/15-Walliser zur «Organspende»? Hilft es zu wissen, dass die Kirche dahinter steht? Wie gross ist das Wissen über dieses wichtige Thema? Alles Fragen, für die keine Erfahrungswerte vorlagen. Auch deshalb scheint die Arbeit von «Organspende – JA» gefragt zu sein. Denn unser Hauptziel besteht in der Sensibilisierung der Bevölkerung, im Speziellen der Oberwalliser Bevölkerung, auf die Thematik der Organspende.

Dass der Durchschnittsoberwalliser ein offener Mensch ist, der sich gerne auf Neues einlässt, ist über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt. Dass aber so viele Turtmännerinnen und Turtmänner positiv zur Organspende stehen, das war nicht anzunehmen – liegt doch die nationale Ablehnungsrate bei 53%. Am Infostand wurden wir beinahe überrannt, derart gross war das Interesse. «Aber bin ich denn nicht zu alt für so etwas?» oder «Was kann ich denn überhaupt alles spenden?» sind nur einige der vielen Fragen, die wir gestellt erhielten.

Die Gäste hätten unterschiedlicher nicht sein können: von jung bis alt über unwissend bis sehr wissend hin zu uninteressiert bis sehr interessiert waren alle Schichten vertreten. Vielleicht war gerade dies die Herausforderung für uns: Einerseits die interessierten aber (bisher) unwissenden Menschen aufzuklären und andererseits den uninteressierten und mehr oder weniger wissenden Menschen das Thema attraktiv zu präsentieren. Hilfreich dabei waren die informativen Broschüren von «Swisstransplant».

Wie es scheint, war uns dies sehr gut gelungen. Immer wieder kamen Leute auf uns zu und füllten noch am Infostand spontan eine Spendekarte aus. Umrahmt wurde dieser Anlass von einem kleinen Wettbewerb, bei welchem «Organspende– JA» attraktive Preise für Jung und Alt verloste. Die rege Teilnahme erforderte die Fähigkeiten einer Glücksfee, welche die Gewinner ziehen durfte. Vier Männer aus dem Küchenteam stellten sich spontan zur Verfügung und zogen die Namen der Glücklichen.

Als sich um zwei Uhr die Menge etwas lichtete, war auch für uns die Zeit gekommen, den Informationsstand wieder abzubauen. Nach getaner Arbeit stand ein besonders freudebereitender Punkt auf dem Programm: Wir machten uns auf, die Gewinner des Wettbewerbs aufzusuchen, um ihnen die Preise zu übergeben.

All‘ die glücklichen und lachenden Gesichter wären eigentlich schon Lohn genug gewesen für unsere Bemühungen. Trotzdem interessierte uns natürlich, wie viel Geld denn nun für «Swisstransplant» zusammengekommen war. Mit grosser Freude und ebenso grossem Erstaunen danken wir allen Turtmännerinnen und Turtmännern ganz herzlich für die gespendeten CHF 1‘430.70!

An diesem Tag wurden all‘ unsere Erwartungen übertroffen: Die Organspende fand viel grösseren Anklang, die Spendekarten wurden viel häufiger ausgefüllt und die gesammelten Spendengelder übertrafen alles Anzunehmende.

Im Namen von «Organspende – JA» bedanken wir uns ganz herzlich beim Pfarreirat, beim «Klub der kochenden Männer Turtmann», bei der Jubla Turtmann, der Garage Enzian, dem Atelier Ruppen und bei der gesamten Bevölkerung von Turtmann! Vielen lieben Dank für Ihre Unterstützung – Sie haben viel Hoffnung geschenkt!